Archiv für den Monat: Juli 2016

Hohenzollern Trailrunning beim „Scott Rock the Top – Zugspitz Marathon 2016“

Wagner und Kostanzer schaffen es ins Ziel –
Legnaro wird wegen Unwetterwarnung ausgebremst

Am 23.07.2016 starteten Karin Wagner, Andreas Legnaro und Martin Kostanzer morgens um 6 Uhr ins Abenteuer „Zugspitz Marathon“. Die Vorbereitung war bei allen sehr gut gelaufen, die drei optimistisch und mit großen Vorsätzen am Start gemeinsam mit knapp 300 weiteren „Trail-Verrückten“.

VIRB Picture
05:47 Uhr - Auf dem Weg zum Start
Start
Startbereich

Der Zugspitz-Marathon wird in der Ausschreibung des Veranstalters nicht umsonst als „härtester Marathon Deutschlands“ bezeichnet. Und so führt die Strecke über knapp 45km und 3900 HM durch mehrere Bergketten der Region Ehrwald und Garmisch-Partenkirchen.

2016-07-24-Strecke-Höhenprofil
Strecken- und Höhenprofil

Vom Start in Ehrwald führt die Strecke zunächst über wunderschöne und einsame Trails durch die Lechtaler Alpen und über den „Grünen Ups“.

VIRB Picture
Blick vom Grünen Ups zur Mieminger Kette

Die erste alpine Herausforderung hat mit der exakt 2000 Meter hohen Biberwierer Scharte im Mieminger Gebirge auf die Läufer gewartet.

VIRB Picture
Aufstieg zur Biberwieder Scharte - Die "nicht endenwollende Schlange"
VIRB Picture
Blick über den Seebensee und im Hintergrund die Zugspitze

Vorbei am wunderschön gelegenen Seebensee hoch über der Ehrwalder Alm erreichen die Läufer schließlich das Wettersteingebirge und beginnen den Aufstieg auf die 2962 Meter hohe Zugspitze.

VIRB Picture
Aufstieg vom Issentalköpfl zum Feldernjöchl

Über das Gatterl wird die Grenze zwischen Tirol und Bayern überschritten und das weitläufige Karstgelände auf dem Zugspitzplatt erreicht.

VIRB Picture
Auf dem Weg zum Gatterl (Scharte hinten links im Bild)
VIRB Picture
Blick zurück zum Gatterl
VIRB Picture
"Dangerous Zone" bei Regen und Donnergrollen gut überstanden!
VIRB Picture
Blick zur Zugspitze - Da will ich hin!

Der Zieleinlauf 2016 wurde aufgrund der Unwettervorhersagen bereits am Vorabend in den Bereich der Sonnalpin ca. 300 m unterhalb des Gipfels der Zugspitze gelegt.

Ziel
Karin und Martin im Ziel

Der finale Aufstieg zum Gipfel der Zugspitze, der nur bei günstigen Wetterverhältnissen angegangen werden kann, wurde dann nach dem Zieleinlauf mit der Gondel absolviert.

Nach einem wirklich sehr harten Lauf mit allen Wetterbedingungen – 15°C und Nebel beim Start, 25°C und Sonnenschein bei der 2. Verpflegungsstelle sowie Regen mit Wind und Donnergrollen bei 5°C auf dem Zugspitzplateau – erreichte Martin Kostanzer nach 9 Stunden und 57 Minuten das Ziel. Karin Wagner folgte ihm nach 10 Stunden und 3 Minuten. Beide waren verständlicherweise erschöpft, aber überglücklich diesen härtesten Marathon  Deutschlands gefinisht zu haben.

 

Andreas Legnaro und viele andere Läufer wurden auf Grund von Unwetterwarnungen an der 3. Verpflegungsstelle aus dem Rennen genommen, obwohl sie ca. 1 Stunde unter dem angesetzten Zeitlimit zum Passieren dieser Station waren. Die Veranstalter müssen verständlicherweise die Sicherheit der Läufer gewährleisten, wenn gleich es sehr ärgerlich ist, die letzte Etappe mit 11 km und 1500 HM nicht mehr angehen zu dürfen, nachdem man sich bis zu dieser Stelle erfolgreich durchgearbeitet hatte. Den Zieleinlauf hätte sich auch Andreas definitiv verdient gehabt!